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Ausbildung zum Koch

Die Kochausbildung ist eine staatlich anerkannte Berufsausbildung des Gastgewerbes und dauert drei Jahre. Hier erhälst Du einen detaillierten Überblick darüber wie man Koch wird, die Inhalte der Ausbildung zum Koch, Gehälter als Koch und weitere Themen. Und auch die Hobbyköche können hier wertvolle Tipps von den Profis finden.

Kochausbildung

Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung eine Ausbildung als Koch zu beginnen. Die Kochausbildung ist mehr en vogue denn je. Vielen Kochshows im Fernsehen in den letzten Jahren sowie bekannten Sterne- und Fernsehköchen ist es zu verdanken, dass der Koch heutzutage ein sehr angesehener Beruf in unserer Gesellschaft ist.

Berufsbild des Kochs

Köche bereiten unterschiedliche Speisen und Getränke zu und richten sie an, organisieren Arbeitsabläufe, erstellen Speisepläne, kaufen Waren ein und lagern sie fachgerecht. Der Koch ist nicht selten die wichtigste Person in einem Gastronomiebetrieb.

Köche arbeiten in Restaurants, Hotels, Kantinen, bei Catering-Services und auf Kreuzfahrtschiffen, die die Weltmeere durchkreuzen. Zudem spielen sie eine große Rolle in der Produktkreation von großen Lebensmittelherstellern. Sie sind die Kompetenz auf dem Gebiet, wie man Lebensmittel herstellt und was den Leuten schmeckt.

Karriere als Koch

Wie man so schön sagt „gegessen wird immer“ ganz egal was die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt sonst so macht. Es gibt derzeit fast 20.000 freie Stellen in ganz Deutschland. Gute Köche werden immer gebraucht. Das Schöne an dem Berufsbild ist auch, dass man praktisch überall arbeiten kann – von der Großstadt bis zum kleinen Dorf – vom heimischen Deutschland bis in der großen weiten Welt. Mit einer Kochausbildung stehen einem später alle Möglichkeiten offen. Nach der Ausbildung gibt es zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten vom Inhaber eines eigenen Restaurants, über den Hoteldirektor zum Fernseh- oder Sternekoch.

Grundlage für die Ausbildung zum Koch

Koch/Köchin ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Inhalte der Ausbildung sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zum Koch/zur Köchin vom 1. August 1998 festgelegt. Analog dazu definiert die Verordnung über die Berufsausbildung im Gastgewerbe fünf weitere staatlich anerkannte Ausbildungsberufe im Gastgewerbe: Fachkraft im Gastgewerbe, Restaurantfachmann/ Restaurantfachfrau, Hotelfachmann/ Hotelfachfrau, Hotelkaufmann/ Hotelkauffrau, Fachmann für Systemgastronomie/Fachfrau für Systemgastronomie. Die Ausbildungen sind stark aneinander angelehnt und die Grundausbildung im ersten Jahr wird in der Regel gemeinsam durchgeführt.

Die Kochausbildung erstreckt sich über drei Jahre und wird durchgeführt von einem Ausbildungsbetrieb zusammen mit einer Berufsschule. In die Berufsschule geht man meist 1-2 mal pro Woche.

Inhalte der Kochausbildung

Die Inhalte der Kochausbildung sind definiert in der Verordnung über die Berufsausbildung zum Koch. Es werden 22 Themengebiete gelistet, die wiederum aus mehreren Unterthemen bestehen. Die Themen lauten wie folgt:

  1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  4. Umweltschutz
  5. Umgang mit Gästen, Beratung und Verkauf
  6. Einsetzen von Geräten, Maschinen und Gebrauchsgütern, Arbeitsplanung
  7. Hygiene
  8. Küchenbereich
  9. Servicebereich
  10. Büroorganisation und -kommunikation
  11. Warenwirtschaft
  12. Werbung und Verkaufsförderung
  13. Anwenden arbeits- und küchentechnischer Verfahren
  14. Zubereiten von pflanzlichen Nahrungsmitteln
  15. Herstellen von Suppen und Soßen
  16. Zubereiten von Fisch, Schalen- und Krustentieren
  17. Verarbeiten von Fleisch und Innereien
  18. Verarbeiten von Wild und Geflügel
  19. Herstellen von Vorspeisen und Anrichten von kalten Platten
  20. Zubereiten von Molkereiprodukten und Eiern
  21. Herstellen und Verarbeiten von Teigen und Massen
  22. Herstellen von Süßspeisen

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung wird nach dem ersten Ausbildungsjahr abgelegt. In ihr soll der Lehrling die ihm im ersten Jahr vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen. Die Zwischenprüfung ist eine praktische Prüfung, die höchstens drei Stunden dauert. Beispielhafte Inhalte dieser Prüfung sind die Planung von Arbeitsschritten, das Anwenden von Arbeitstechniken und das Präsentieren von Produkten.

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus einen praktischen und einen schriftlichen Teil und auch hier soll der Lehrlinge die erlernten Kenntnisse aus dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule nachweisen. Der praktische Teil dauert höchstens sechs Stunden in denen der Lehrling ein 3-Gänge-Menü für sechs Personen aus einem vorgegebenen Warenkorb zubereiten und präsentieren soll sowie ein gastorientiertes Gespräch führen. Der Warenkorb ist ihm dabei vier Wochen vorher bekannt. Die schriftliche Prüfung stellt anwendungsbezogene Fragen zu den Themen Technologie, Warenwirtschaft sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Sie dauert maximal vier Stunden.